Sie haben eine Rechnung, die Ihr Geschäftspartner nie bezahlt hat — und die Zeit läuft? Sehen Sie, was Sie mit einer verjährten Forderung tun können, erfahren Sie, was Verjährung ist und wie Sie Ihr Geld effektiv zurückbekommen — auch wenn Sie nicht mehr vor Gericht ziehen können.
Dieser Artikel erklärt verständlich, welche Möglichkeiten Sie bei der Geltendmachung einer verjährten Rechnung haben und welche Werkzeuge Sie nutzen können.
Verjährung in einfachen Worten
Haben Sie eine Rechnung, die lange in der Schublade liegt, weil der Geschäftspartner zu zahlen „vergessen" hat? Wenn Monate — oder gar Jahre — vergangen sind, taucht die zentrale Frage auf: „Kann ich noch etwas unternehmen?"
Die Antwort lautet JA — mit einem kleinen „aber".
Was bedeutet Verjährung eigentlich?
Verjährung ist schlicht eine „zeitliche Begrenzung für die gerichtliche Geltendmachung Ihres Geldes". Nach Ablauf dieser Frist soll Ihr Schuldner zwar weiterhin zahlen — aber wenn der Fall vor Gericht kommt, kann der Geschäftspartner sagen: „Ich zahle nicht, weil der Anspruch verjährt ist."
Und tatsächlich wird das Gericht in diesem Fall die Position des Schuldners anerkennen und Ihre Klage abweisen — selbst wenn Sie die Rechnung, den Vertrag und E-Mails mit Bestätigung der Rechnungsannahme besitzen — alles schwarz auf weiß.
Wann verjährt meine Rechnung?
Nach polnischem Recht gilt für Rechnungen zwischen Unternehmen in der Regel eine 3-jährige Verjährungsfrist. Aber Achtung — in manchen Vertragsarten kann die Frist kürzer sein, sogar ein Jahr:
- Kaufvertrag — 2 Jahre;
- Beförderungsvertrag — 1 Jahr.
Gütlich? Aber sicher!
Verjährung bedeutet nicht, dass Sie abwinken und auf das Geld, das Ihnen zusteht, verzichten müssen. Sie können weiterhin gütlich handeln:
- an die Schuld erinnern;
- eine Zahlungsaufforderung versenden, auch über ein auf Forderungsmanagement spezialisiertes Unternehmen;
- einen Vergleich vorschlagen.
Schuldner zahlen oft erst dann, wenn sie sehen, dass sich jemand tatsächlich um die Sache kümmert und „der Spaß vorbei ist".
Wie überzeugen Sie den Schuldner zur Zahlung? BIG als rechtmäßiges Instrument nach Verjährung
Mit einer verjährten Forderung gehen Sie nicht vor Gericht — aber Sie können etwas tun, das bei Ihrem Schuldner wirklich Wirkung zeigt: Sie können ihn in das BIG-Schuldnerregister eintragen, z.B. in BIG InfoMonitor.
Was bedeutet ein solcher Eintrag für den Schuldner?
- eingeschränkter Zugang zu Finanzierungen (Kredit, Leasing, Ratenkauf);
- Verlust der Geschäftsglaubwürdigkeit und Auswirkungen auf seine Beziehungen zu Geschäftspartnern (die Schuld ist für Personen sichtbar, die seine Glaubwürdigkeit prüfen).
Viele Schuldner reagieren blitzschnell — schließlich will niemand auf einer „schwarzen Liste" stehen, und das möglicherweise bis zu 10 Jahre.
Was Sie wissen sollten
- Nach Verjährung können Sie den Schuldner nicht verklagen, aber Sie können an die Schuld erinnern, um eine Zahlung außerhalb von Gericht und Vollstreckung zu erreichen;
- Ein BIG-Eintrag ist ein rechtmäßiges und wirksames Druckmittel;
- Besser früher handeln — bevor die Forderung verjährt (siehe unseren Artikel über die überfällige Rechnung und 7 Inkasso-Fehler);
- Sie müssen nicht allein handeln und keinen eigenen Vertrag mit BIG abschließen. Eine schnelle, günstige und einfache Online-Lösung existiert — siehe Forderung online eintreiben (Odzyskaj Dług Online).
Die Zeit arbeitet zugunsten des Schuldners — je schneller Sie handeln, desto höher die Chance, dass das Geld dort landet, wo es hingehört: in Ihrer Tasche.
Nützliche Vorschriften und Rechtsprechung
- Art. 117–125 des polnischen Zivilgesetzbuchs — Verjährung von Ansprüchen
- Polnisches Gesetz über die Bereitstellung von Wirtschaftsinformationen und den Wirtschaftsdatenaustausch (GBl. 2010 Nr. 81 Pos. 530)
- Urteil des Berufungsgerichts Warschau vom 23. Juli 2020, Az. VII AGa 1871/18 — das Gericht hat entschieden, dass die Frage der Offenlegung von Informationen über eine verjährte Verbindlichkeit zu bejahen ist. Der Gesetzgeber hat dem unzuverlässigen Geschäftspartner kein Recht eingeräumt, das die Übermittlung von Informationen über Geldverbindlichkeiten betreffend überfällige Verbindlichkeiten — auch verjährte — verhindern würde. Der allgemein anerkannte Grundsatz sollte die Rückzahlung von Schulden sein, nicht der Schutz der Interessen von Personen, die ihre Geldverbindlichkeiten nicht fristgerecht erfüllen. (Quelle)
