Inkassounternehmen unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern vor allem im Kooperationsmodell. Das richtige Modell sollte zu Ihrem Ziel (schnelle Geldrückgewinnung vs. Erhalt der Kundenbeziehung) und zum Schuldnertyp passen.

1. Die wichtigsten Kooperationsmodelle (Wie wird abgerechnet?)

Diese Modelle bestimmen, in wessen Namen das Inkassounternehmen handelt und wie es bezahlt wird.

Inkasso-ModellMerkmaleAbrechnungIhr Risiko
Auftragsinkasso (Success Fee) Das Unternehmen handelt im Namen des Gläubigers. Das gängigste Modell. Das Forderungsrecht verbleibt beim Gläubiger. Erfolgsprovision — Zahlung nur bei Eintreibung der Forderung (ein niedriger bis mittlerer zweistelliger Prozentsatz des eingetriebenen Betrags). Niedrig (keine Vorauszahlungen).
Treuhandinkasso (Zeitabtretung) Der Gläubiger tritt die Forderung für die Dauer des Falls an das Inkassounternehmen ab. Das Unternehmen handelt im eigenen Namen, das Geld geht aber an Sie. Erfolgsprovision, mit größerem Handlungsspielraum des Unternehmens. Niedrig (bei präzisem Vertrag).
Forderungskauf (echtes Factoring) Das Unternehmen kauft die Forderung zu einem bestimmten Preis (z.B. 20–70 % des Nennwerts). Einmalige Gebühr / Kaufpreis der Forderung. Keines (sofortiger Geldeingang).
Abonnement / Online-Systeme Zugang zu einem System für die eigenständige Erstellung von Mahnungen, Zinsnoten und Zahlungsmonitoring. Monats- oder Jahresgebühr. Niedrig (bei einfachen Forderungen).

2. Inkasso-Arten nach Vorgehensweise

Diese Methoden werden von den meisten Inkassounternehmen in der Regel sequenziell eingesetzt.

ArtPhaseMaßnahmenZiel
Weiches Inkasso (gütlich) Phase I — außergerichtlich Erinnerungen, Mahnungen, Verhandlungen, Ratenpläne, BIG-Eintrag, Telefon-/Außendienstkontakt. Erhalt der Geschäftsbeziehung, Vermeidung von Gerichtskosten.
Hartes Inkasso (Gericht & Vollstreckung) Phase II / III Klagen (einschließlich EPU — elektronisches Mahnverfahren), Mahnbescheide, Vollstreckungsklauseln, Gerichtsvollzieher. Durchsetzung der Forderung durch staatlichen Zwang.

3. Übersicht der Angebote (Richtsätze) — außergerichtliches Inkasso

Bei den meisten Unternehmen hängen die Kosten von der Forderungshöhe, ihrem Alter und der vorhandenen Dokumentation ab.

Forderungshöhe / LeistungsartAlter der ForderungRichtwert Erfolgsprovision
Klein (bis 5.000 PLN)Frisch (bis 3 Monate)15 % – 50 %
Mittel (5.000 – 50.000 PLN)Frisch / Älter15 % – 25 %
Groß (> 50.000 PLN)Älter (über 6 Monate)10 % – 20 %
ForderungskaufBeliebigIndividuell: 20 % – 70 % des Forderungswerts

Fazit für Unternehmer

  1. Frische Forderungen: Am besten passt das Auftragsinkasso mit Erfolgsprovision. Wenn Sie im B2B tätig sind und die Kontrolle über den Fall behalten möchten, wählen Sie ein Unternehmen, das auf weiche Methoden und den effektiven Einsatz des polnischen E-Gerichts (EPU) setzt. Je schneller Sie handeln, desto höher die Eintreibungschance — die Erfolgsquote beim Inkasso kleiner Forderungen in den ersten 3 Monaten kann über 80 % betragen, während die Erfolgsquote der Zwangsvollstreckung nur bei rund 20 % liegt.
  2. Alte und schwierige Forderungen: Es lohnt sich, mit dem Auftragsinkasso zu beginnen, da die Kosten nicht hoch sind. Zahlt der Schuldner nicht, brauchen Sie hartes Inkasso und wahrscheinlich eine höhere Provision.
  3. Liquiditätsengpass: Wenn Sie dringend Geld brauchen, ziehen Sie Forderungskauf oder Treuhandinkasso mit Vorschuss in Betracht — Sie erhalten weniger als den Nennwert, dafür sofort.

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